Montag, 13. September 2010

Wie was wann wo ist eigentlich Champagner?!


Champagnerist ein Schaumwein (also Sekt), dessen Trauben im Weinbaugebiert Champagne in Frankreich angebaut werden. Er wird nach festen Regeln hergestellt und enthählt seine Kohlensäure bei einer zweiten Gärung in der Flasche.
Das Getränk gilt in weiten Teilen der Erde als besonders luxuriös und festlich. Aber noch mal ganz von vorn und in aller Einzelheit:

Schaumweine müssen gem. dem deutschen Lebensmittelrecht als Sekt bezeichnet werden. Ausnahmen dafür gibt es freilich. So werden Schaumweine, die durch Flaschengärung hergestellt werden, und aus Frankreich stammen Vin Mousseux oder Crémant bezeichnet, die aus Spanien Cava, aus Italien Spumante und die deutschen als Winzersekt. Die Bezeichnung Champagner ist eine geschützte Marke. Nur Schaumweine aus dem Weinanbaugebiet der Champagne dürfen so genannt werden. Der Verbraucher zahlt für diesen Markennamen meist mehr, bekommt dafür aber auch eine sehr hohe Qualität.
Das Getränk wird unter strengen Herstellungsvorschriften, die auch von unabhängigen Kontrollinstanzen, kontrolliert werden, hergestellt. Einige dieser Vorschriften sind das streng abgegrenzte Anbaugebiet, strenge Anbauvorschriften wie beispielsweise die Pflanzendichte, die Flaschengärung, schonende, sofortige Pressung, Handlese sowie eine Mindestlagerzeit auf der Hefe.

Das Anbaugebiet liegt im Norden Frankreichs. Die Grenzen des rund 33.500 Hektar großen Gebietes, das sich über 150 km weit ausdehnt, wurden am 22. Juli 1927 festgelegt. Dort wachsen drei Rebsorten, die rote Rebsorte Pinot Noir, die rote Rebsorte Pinot Meunier und die weiße Rebsorte Chardonnay.
Die Kohlensäure erhält das Getränk durch eine zweite Gärung in der Flasche. Dabei werden dem Wein Rohr- oder Rübenzucker und Hefe zugefügt und die Flaschen mit einem Kronkorken verschlossen. Die zweite Gärung dauert etwa drei Wochen und nur in der Champagne wird das Verfahren Méthode champenoise genannt.

Da Champagner eine rechtlich geschützte Marke ist, dürfen andere Schaumweine diesen Namen oder ähnlich nicht tragen. Auch darf auf dem Etikett nicht stehen, dass der Sekt mit der Méthode champenoise hergestellt wurde. Stillweine aus dem Schweizer Ort Champagne, die bis dahin Vin de Champagne hießen, mussten in Libre-Champ umbenannt werden.
Ein Gebäck aus dem französischen Anbaugebiet Chamapgner mit dem Namen Recette de Champagne musste ebenfalls unbenannt werden. Der österreichische Sekthersteller Schlumberger, der damit geworben hatte, seinen Sekt mit der Champagner Methode herzustellen, darf nun seine Etiketten nur noch mit Méthode traditionelle beschriften.
Auch ein Elektronik-Markt, der seine Produkte mit dem Werbeslogan Champagner bekommen, Sekt bezahlen beworben hatte, musste dies einstellen.

Ich hoffe Ihr seid jetzt ein Eckchen schlauer- ich bin es definitiv und werde den nächsten Champagner auch so richtig genießen- schließlich ist er wirklich etwas ganz besonderes.

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